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Folge 2 - Shuteen

Herkunftsland und Erstsprache: MongoleiMongolisch

Studium in Deutschland: Masterstudium Jazz Klavier, Jazz Komposition6 Semester — Hochschule für Musik und Theater München

Publikationsdatum: 09.07.2022Aufnahmedatum: 12.07.2021

Folgende Informationen wurden in der Folge erwähnt, hier finden Sie weiterführende Links dazu:

Transkript:

I: Wunderschönen guten Morgen. Heute bei uns zu Gast ist Shuteen. Sie stammt aus der Mongolei, aus der Hauptstadt Ulan Bator und studiert das Fach Jazz-Klavier und Jazz-Komposition auf Master an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie ist bereits im sechsten Semester, ist auch aber ihr zweiter Master und möchte mit Euch und Ihnen, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, ihre Erfahrungen teilen. Hallo Shuteen.

Sh: Hallo, danke für die Einladung!

I: Wie geht es dir?

Sh: Mir geht es gut, danke schön.

I: Wir steigen immer so ein, dass du uns fünf Schlüsselworte aus deinem Fach nennst. Was macht denn Fach Jazzmusik oder Jazz-Komposition aus?

Sh: Konzert, Publikum und viele Übungen und Proben und Band.

I: Okay, da haben wir schon fünf. Das hört sich spannend an. Also als du angefangen hast zu studieren, welche formalen Voraussetzungen gab es denn?

Sh: Bei mir war das so, dass ich eine CD mit meiner Musik zusammen mit meinen Bewerbungsunterlagen, also Lebenslauf und Bewerbungsformular und so weiter schicken musste und dann haben sie mich für die zweite Runde eingeladen, zu der ich persönlich nach Deutschland kommen und vor den Jurys spielen musste. Und dieses Vorspielen hatte zwei Runden. Zuerst habe ich die Stücke gespielt, die ich vorbereitet habe, und für die zweite Runde war es eine spontane Aufgabe, die ich in 60 Minuten machen musste. Und sie haben mir ein einseitiges Stück gegeben und ich musste daraus einfach ein neues Arrangement machen und danach das nochmal spielen vor den Jurys. Und das war´s bei mir.

I: Das hört sich nach sehr viel an. Wie war der zeitliche Rahmen? Also hast du gewartet, das kommt jetzt meine Antwort und dann muss man ja noch ein Visum und ein Ticket und sonst was organisieren oder ging das dann sehr flott?

Sh: Das Ergebnis kam in zwei Wochen per Post, glaube ich. Und ich habe dann gleich für mich ein Visum beantragt in der Mongolei und ja, dann bin ich im August wieder nach Deutschland gekommen.

I: Also war genug Zeit.

Sh: Genau, also ich hatte DAAD-Stipendium damals und das ging ziemlich schnell. Also das hat auf jeden Fall einige Zeit gespart.

I: Also eine Unterstützung vom DAAD.

Sh: Genau.

I: Und gab es auch sprachliche Voraussetzungen? Müsstest du Deutsch können?

Sh: Für die Hochschule für Musik und Theater in München und für den Master in Jazzmusik haben sie kein Sprachzertifikat verlangt. Also das ist unterschiedlich bei jeder Hochschule, aber bei uns war das nicht so. Ich dachte mir, dass ich auf Englisch machen könnte, aber in den ersten zwei Wochen habe ich gemerkt, dass ich Deutsch mindestens verstehen können sollte und das ist ein ganz großer Teil der Kultur und das ist auch irgendwie respektvoll, zumindest zu versuchen, die Sprache zu lernen und die Deutschen sind auch sehr, sehr nett, sie helfen ganz gerne.

I: Wo hast du die Sprache gelernt?

Sh: Ich habe viel versucht, mit Leuten zu reden und mein alter Mitbewohner, der hat nur auf Deutsch mit mir geredet und danach später mein Freund, der unterstützt mich auch, er ist Deutsche.

I: Also nicht im Kurs?

Sh: Nee, ich habe keinen Kurs besucht.

I: Wow, also Respekt!

Sh: Mein Freund korrigiert mich auch ganz gerne und ja, das hilft.

I: Genau, das wäre meine nächste Frage: Wo besteht denn die Möglichkeit im Musikstudium die Deutschkenntnisse zu erweitern? Also im Freundeskreis.

Sh: Genau. Einfach viel wie möglich mit Leuten reden und dass man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn man ein Wort nicht kennt oder dass man den Satz nicht fertig sagen kann. Da braucht man kein schlechtes Gewissen. Also man sollte einfach versuchen und versuchen und irgendwann kann man das.

I: Ja, also du bist das beste Beispiel dafür. Was hat aber die Wahl des Studienfachs beeinflusst? Wie kommst du auf Jazz? Kommst du aus einer musikalischen Familie?

Sh: Ja. Mein Papa, der arbeitet als Opernregisseur in der Mongolei und mein Bruder, der hat auch Klassisches Klavier studiert und dann ich habe auch angefangen mit Klassischem Klavier mit sechs und dann habe ich zehn Jahre lang Klassisches Klavier studiert an dem Musik- und Tanz-College in der Mongolei und danach für man Bachelor habe ich Klassische Komposition auch noch studiert. Es hat mir eigentlich schon Spaß gemacht, zu komponieren und, genau, einfach viel mehr zu schreiben und die Sachen mir anzuschauen. Aber ich hatte dieses Gefühl oder den Eindruck, dass es einfach nicht so für mich ist, also klassische Musik. Das mag ich sehr gerne, also beim Anhören und auch beim Versuch nachzumachen. Daraus habe ich ganz, ganz viel gelernt, sowohl kompositorisch als auch spielerisch, aber ich hatte dann dieses Gefühl, dass es nicht meine Art von Musik ist, die ich selber zum Publikum bringen möchte.

I: Also d.h. du hast schon viele Konzerte gespielt, auch in der Mongolei?

Sh: Als klassische Pianistin, genau.

I: Sehr spannend.

Sh: Und vor sechs Jahren hatten wir ein Jazzprojekt in der Mongolei von Goethe Institut unterstützt.

I: Da ist die Verbindung!

Sh: Und sie haben ganz viele Dozenten oder Dozentinnen aus Deutschland oder von auch anderen Ländern eingeladen und sie haben uns so ein bisschen was Jazz ist oder worum geht´s bei der Musik uns gezeigt und gespielt. Und ja, das war für mich die erste Erfahrung in Jazz gewesen und hatte ich das Gefühl, ja ich will das eigentlich machen. Habe gutes Gefühl dafür.

I: Da fiel die Entscheidung. Und wie kommst du auf die Hochschule in München? Oder hast du dich woanders noch beworben?

Sh: Das war erstens die einzige Hochschule, an der ich mich noch bewerben konnte, weil die anderen Hochschulen da hatten schon ihre Fristen beendet und weil von Mongolei es dauert noch bisschen. Also man sollte die ganzen Sachen per Post schicken und das dauert mindestens zwei Wochen bis es nach Deutschland kommt. Und das habe ich nicht geschafft. Aber dann wollte ich bei Professor Christian Elsässer studieren, den ich auf YouTube entdeckt habe und seine Musik fand ich so, so toll und dann habe ich das herausgefunden, dass er tatsächlich hier unterrichtet. Und von dem her, glaube, es war insgesamt eine gute Entscheidung.

I: Und jetzt kennst du ihn ganz gut.

Sh: Ja. Jetzt studiere ich bei ihm.

I: Schön. Und was macht dein Fach aus? Erzähl mal, was gibt es für Teilbereiche? Also ich kann mir das so ganz nicht vorstellen. Also Jazz und gibt es da Unterteilungen in, ja?

Sh: Im Masterstudium auf jeden Fall, da sind Einzelunterricht im Hauptfach, d.h. in Komposition das ist einfach 90 Minuten pro Woche, Komposition mit meinem Hauptfachlehrer.

I: Pro Woche.

Sh: Genau und da gibt es auch Professionalisierung. Das ist 30 Minuten pro Woche. Da kann man so entscheiden, was man da machen will. Also wenn ich z.B. Komposition studiere, aber gleichzeitig Gesangsunterricht nehmen will, dann könnte ich einfach für mich selber auswählen und das einfach beantragen. Und da sind paar Gruppenunterricht wie Komposition oder Harmonielehre und so weiter und da sind zwischen 15 bis 17 Leute im Gruppenunterricht. Und da gab´s auch eine CD-Produktion, dass wir selber eine CD aufnehmen und danach das selber mischen mussten und das ist auch Teil des Masterprojekts.

I: Ist es dann so eine Art Projekt?

Sh: Genau. Also im Master es war so 30 % wurde von CD-Produktion bewertet und 70 % wurde dann vom Abschlusskonzert bewertet.

I: Okay, also zu dem Abschlusskonzert kommen wir noch. Was ist dein Lieblingsbereich aus denen, die du gerade genannt hast? Was macht ihr am meisten Spaß?

Sh: Ich glaube mein Einzelunterricht mit meinen Hauptfachlehrern.

I: Ja? Warum?

Sh: Man bekommt viel Inspiration und Motivation durch den Einzelunterricht. Es ist aber nicht immer nur spielen oder schreiben die ganz Zeit, sondern wir reden über die Sachen, aber nicht nur über Musik, sondern auch wie man sich von der Mentalität her vorbereiten soll und so weiter. Und auch so viele verschiedene Sachen. Es ist immer ganz offen, ganz frei und ja, das mag ich ganz gerne.

I: Aber 90 Minuten in der Woche, klingt ein bisschen wenig, also für mich. Wahrscheinlich muss man dann üben, ne? Die restliche Zeit.

Sh: Beim Schreiben braucht man auch ganz viel Zeit für sich selber und deswegen.

I: Also mit Schreiben meinst du komponieren, ne?

Sh: Genau.

I: Also wenn ich Schreiben höre, ist ja für mich irgendwas schriftliches, eine Seminararbeit schreiben.

Sh: Musik schreiben.

I: Sowas gibt´s nicht, ne?

Sh: Nee, das haben wir nicht.

I: Okay. Und wo ist der Hauptunterschied zu deinem Bachelorstudium?

Sh: Ich glaube, die waren ziemlich unterschiedlich. Im Bachelor habe ich die Sachen geschrieben z.B. wie ich einfach was lernen musste, z.B. Zwölftonmusik. Zwölftonmusik ist nicht so mein eigener Stil von Musik, aber dadurch habe ich ganz viel gelernt, dass ich Zwölftonmusik geschrieben habe in meinem Bachelorstudium. Oder ich musste so eine Musik, die wie Rachmaninow klingt oder so und das war eher bisschen so praktische Sache gewesen. Aber im Master, ich mache jetzt einfach mein eigenes Ding, was ich wirklich machen will, was ich wirklich schreiben will und ich glaube, dass ist der größte Unterschied.

I: Also wahrscheinlich auch vergleichbar mit anderen Fächern im Bachelor. So Grundlagen, ne? Dass man verpflichtend etwas lernt und im Master kann man sich freier entfalten.

Sh: Ja.

I: Ja, auch bei der Musik. Okay, ja dann gibt es so im klassischen Sinne Vorlesungen oder Seminare nicht, ne?

Sh: Nee, da gibt es keine. Auf jeden Fall im Master gibt´s keine.

I: Und gibt es so eine Art Praktikum?

Sh: Es gibt auch kein Praktikum.

I: Also es sind praktische Phasen, aber man muss nicht irgendwo in einem Staatsorchester mitgespielt haben?

Sh: Nee, also im Jazz gab es auf jeden Fall nicht. Ich weiß es nicht, wie es in klassischer Musik oder bei den anderen Fächern ist, aber auf jeden Fall bei mir gab´s keine.

I: Also du hast schon Jazz-Master gemacht und jetzt machst du noch Jazz-Komposition, ne?

Sh: Genau. Ich habe für zwei Jahre Jazz-Klavier-Master gemacht und danach, dieses Jahr habe ich auch noch weiterbildendes Zertifikatsstudium Meisterklasse in Jazz-Klavier auch noch gemacht. Das ist ein einjähriges Studium und dann jetzt bin ich in meinem letzten Semester von Jazz-Komposition-Master.

I: Und was liegt dir mehr, Klavier oder Komponieren? Also spielen oder

Sh: Ich glaube eigentlich eher Komponieren, aber Spielen ist auch ein ganz großer Teil von Komponieren. Und ja, Klavier spielen zu können, hilft mir auf jeden Fall ganz, ganz viel.

I: Kannst du noch ein anderes Instrument?

Sh: Ich habe Gitarre gelernt, aber das habe ich mir selber beigebracht und deswegen bin ich jetzt noch nicht so auf Profiebene. Es ist einfach hobbymäßig.

I: Das Klavier ist doch kein typisches Instrument für Jazz, oder? Korrigiere mich da mal.

Sh: Schon.

I: Schon?

Sh: Ja.

I: Was gibt es de noch in der Band?

Sh: Schlagzeug.

I: Ja, klar.

Sh: Also da sind Rhythmusgruppe, auch noch Gitarre dazu, die vier sind, also Rhythmusgruppe sagt man und danach Saxophone und Trompete, Posaune.

I: Das kann man auch alles studieren?

Sh: Genau. Und genau Gesang auch noch natürlich und jetzt mittlerweile haben wir auch so Streichinstrumente in Jazz. Sa sind auch einige Studenten die Geige oder Bratsche in Jazz studieren.

I: Okay.

Sh: Deswegen, ich glaube, ist jetzt keine typischen Jazz-Instrumente mehr. Es ist jetzt alles so offen für jeden geworden und ja.

I: Alles gemischt. Ja schön, du hast schon gesagt, dass ihr z.B. eine CD aufnehmen solltet, das war wahrscheinlich eine Prüfungsleistung. Was gab es noch für Studien- oder Prüfungsleistungen?

Sh: Im Master studiert man für zwei Jahre und nach dem ersten Jahr macht man eine Zwischenprüfung und da sollte man ein 40-minütiges Konzert spielen vor dem Publikum und auch vor den Jurys. Aber da kann man einfach alles spielen, was man spielen will. Also es ist kein irgendein Pflichtstück, dass man das spielen muss oder so.

I: Und was ist das für Publikum? Ist das an der Hochschule oder irgendwo außerhalb?

Sh: Ja, es ist an der Hochschule.

I: Okay.

Sh: Und danach kommt Abschlussprüfung. Das ist am Ende des Studiums und das ist ein 50 bis 60-minütiges Konzert auch wieder vor dem Publikum und vor den Jurys und das ist auch teilweise gespielt im Jazzclub Unterfahrt in München.

I: Da gibt es halt Gäste dann außerhalb, ne von der Hochschule?

Sh: Genau. Die haben eine Zusammenarbeit mit der Hochschule und in der letzten Zeit haben wir auch wahnsinnig viele Livestreams gemacht. Wo alle keine Möglichkeit hatten irgendwas, irgendwo zu spielen, haben die so die ganze Zeit Livestreams gemacht und unsere Prüfungen auch haben wir auch live gestreamt.

I: Kann man die auch auf YouTube oder irgendwo sich anschauen?

Sh: Jetzt nicht mehr, aber auf jeden Fall ist es immer so wie ein Live-Konzert quasi. Es wird nicht gespeichert, kann man nur anschauen.

I: Live Streaming, klar.

Sh: Genau. Live Stream anschauen.

I: Ja. Ich habe so rausgehört, dass man viel allein arbeitet. Also Gruppenarbeit hast du auch gesagt. Gibt es auch Partnerarbeit? Welche Sozialformen gibt es oder Arbeitsformen im Studium?

Sh: Bei uns gibt´s alle. Also man übt auch ganz viel alleine im Raum und da könnte man auch mit irgendjemand anderem zusammen spielen oder proben. Das ist, glaube ich, Partnerarbeit. Also man könnte mit 2 bis 20 Leuten gleichzeitig Proben und auch der große Teil ist wahrscheinlich auch, dass man als Band arbeitet, in der man mit, klar mindestens drei bis sechs Leute zusammen spielt als eine Band. Und ja, es ist auch wichtig, dass man mit anderen so musikalisch kommunizieren kann und ja, deswegen gibt´s alle Arbeitsformen.

I: Alle Arten. Und wie ist es mit den anderen zusammenzuarbeiten? Wie war es am Anfang z.B. mit dem Bildungsinländer*innen, also mit den deutschen oder mit internationalen Studierenden? War es einfach?

Sh: Alle haben ihre eigenen Welten und eigenen Sound und eigene Lieblingsbereiche oder Lieblingsstile in Musik. Deswegen, ich habe selber nicht so viel rumprobiert mit den anderen. Ich habe viel zugehört, wie die anderen spielen und am Ende habe ich paar Leute gefragt für meine Musik z.B. die ich mir gedacht habe, die passen meistens. Und deswegen habe ich so nicht so viel zusammen gespielt mit den Leuten. Na gut, auch dass nach einem Jahr kam die Pandemie und konnte man auch nicht mehr, aber auf jeden Fall ich habe viel gehört, was die anderen machen und was auch am besten dann bisschen näher zu mir ist und.

I: Man kommuniziert wahrscheinlich nicht so wie in den anderen Studienfächern über die Sprache, sondern über die Sprache der Musik, ne?

Sh: Ja.

I: Du sagst, du hast zugehört.

Sh: Beides.

I: Beides, na klar. Ja und gibt es irgendwie eine Fachschaft oder eine Studierendenvertretung, also eine Unterstützung seitens der Hochschule?

Sh: Ja, da ist eine große Fachschaft von der Hochschule und da sind auch verschiedene Fachschaften in jedem Institut. Und die helfen auch den Studierenden. Also die große Fachschaft macht ganz grobe Infos oder wichtige Infos für die Studierenden und die kümmern sich auch um allen Beteiligten der Hochschule. Aber die Fachschaften von den Instituten, die helfen nur den Studenten von ihrem eigenen Institut.

I: Also man wird nicht alleine gelassen, wenn man jetzt aus dem Ausland kommt?

Sh: Nee. Und von der Hochschule da sind auch die Leute, die sich auch um internationale Studierenden kümmern, deswegen man kann jederzeit hingehen und fragen, wenn was ist. Und von dem her es ist ganz, ganz angenehm.

I: Sehr gut. Ja, da kommen wir schon fast zum Ende unserer Podcast-Folge. Also hast du ein konkretes Berufsziel vor Augen? Was möchtest du in der Zukunft machen?

Sh: Ich sehe mich eigentlich als Komponistin. Also ich schreibe wirklich gerne Musik in verschiedenen Musikarten, aber mein großes Projekt wäre dann eigenes Projekt, wo ich nur meine Musik schreibe und dann einfach einem Musiker geben kann, der das auch nachspielt. Also es wäre wahrscheinlich nicht mein ein einziges Projekt, aber auf jeden Fall das ist eins von meinen Träumen, dass ich einfach eigene Band habe, in der ich selber nicht spielen muss, sondern einfach dafür Musik schreibe und ja.

I: Okay. Und was kann man noch so mit dem Abschluss in Jazz machen? Also kann man auch unterrichten oder muss man da extra noch pädagogische Ausbildung machen?

Sh: Man kann schon unterrichten. Und wenn man Master fertig studiert hat, dann kann man schon unterrichten. Und man könnte auch in verschiedenen Bands spielen als Musikerin oder Musiker und als Komponistin schreibt man auch ganz verschiedene Sachen, also in Jazz, auch in klassischer Musik oder in vielen Kompositionen. Es ist

I: Ein Film auch?

Sh: Da sind viele, die in Filmkompositionen auch arbeiten. Aber dafür muss man so gutes Kenntnis über das ganze Computerprogramm und so haben

I: Muss man dann nicht in der Filmhochschule studieren?

Sh: Bei uns gibt´s auch ein Institut für Filmkomposition.

I: Okay.

Sh: Genau.

I: Alles klar. Ja vielleicht zum Schluss: Hast du irgendwie nützliche Tipps für deine Nachfolger, was würdest du denen raten, die jetzt sagen: „Oh, wir möchten auch mal in Deutschland Musik studieren."

Sh: Ich würde auf jeden Fall, die Sprache, wenn man in Deutschland studieren will, dann würde ich auf jeden Fall vorschlagen und empfehlen, dass man die Sprache davor schon ein bisschen lernt, dass man zumindest mit elementaren Sprachkenntnissen kommt. Weil als ich in Deutschland gelandet bin, kannte ich kein einziges Wort auf Deutsch und habe mich in der ersten Nacht in einem Dorf verlaufen und wo die Leute auch kein Englisch.

I: Kein Englisch.

Sh: Und ich wünschte mir damals wirklich, dass ich Deutsch könnte und ja, es könnte auch mein Leben retten.

I: Das hat dich motiviert.

Sh: Und ihr solltet auch wirklich eure eigenes Ding machen und wenn irgendjemand was sagt „Es ist nicht cool" oder irgendwas, dann braucht ihr nicht so das wirklich ernst zu nehmen. Und ja sollte man auf jeden Fall ganz selbstbewusst sein, was man macht und wenn man einfach macht, wofür man Leidenschaft hat, dann wird alles andere schon werden.

I: Ja, vielen Dank für das motivierende Abschlusswort. Es hat mich sehr gefreut, mit dir zu sprechen. Vielen Dank, Shuteen.

Sh: Hat mich auch sehr gefreut. Danke für die Einladung.

I: Ja und danke für den Einblick in das spannende Fach Musik oder auch Jazz. Bis zum nächsten Mal.

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