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Folge 20 - Anja

Herkunftsland und Erstsprache: DänemarkDänisch

Studium in Deutschland: Masterstudium International Management1 Semester — Universität Flensburg

Publikationsdatum: 28.10.2022Aufnahmedatum: 20.10.2021

Folgende Informationen wurden in der Folge erwähnt, hier finden Sie weiterführende Links dazu:

Transkript:

I: Hallo zusammen zu einer neuen Folge unseren Podcasts Mein Studienstart in Deutschland. Und heute geht es um ein internationales Studium, zumindest die Bezeichnung ist international und bei mir zu Gast ist Anja Andreasen aus Dänemark und sie studiert an der Universität Flensburg auf Master International Management Studies. Hallo Anja, wie geht es dir?

A: Hallo, mir geht es gut. Ich freue mich hier zu sein. Es ist ganz interessant das hier.

I: Ja, schön, dass du dabei bist. Vielen Dank dafür. Ja, du bist erst am Anfang deines Masterstudiums, ne, hast vor ein paar Wochen angefangen?

A: Ja, wir hatten drei Wochen Unterricht.

I: Aha und bist du schon voll dabei? Voll im Studienstress?

A: Ja, also, was muss es, nur diese neue Routine finden, also für die Vorlesungen vorbereiten und so, so, ja.

I: Ja, musstest du dafür dann auch nach Flensburg umziehen vor kurzem?

A: Ja, also ich bin hier für ungefähr fünf Wochen oder so was bin ich in Flensburg.

I: Und fühlst du dich wohl?

A: Ja, also alles ist immer noch neu. Ich habe mich mehr fokussiert auf das Studium, sodass alles gut von Anfang und ich kenne auch nicht die Stadt so gut.

I: Okay, das kommt noch.

A: Also das muss dann in den nächsten paar Wochen passieren, da die Stadt entdecken.

I: Ja, klar. Ja, wir starten immer mit diesem Warming up , dass ich dich auch frage: Kannst du uns fünf Schlüsselworte nennen, die eben dein Fach beschreiben würden?

A: Ja, also auf jeden Fall international und da ja man auch Englisch und dann ist es auch praxisnah, Betriebswirtschaft und dann interkulturelle Kompetenz. Ich glaube, das war fünf, oder?

I: Okay, das waren fünf, danke. Ja und jetzt können wir erstmal schauen, ja, wie alles angefangen hat. Du hast ja gerade angefangen. Warum Deutschland? Warum hast du dich für ein Studium im Ausland und in Deutschland entschieden?

A: Also ich finde Deutsch interessant und das deutsche Studiengang an meiner ehemaligen Universität, das ist in Dänemark, ist geschlossen und dann habe ich mir gedacht: „Okay, warum nicht Deutschland?", weil ich muss immer nur eine neue Universität finden und was mir eigentlich in Dänemark fehlte, war dieses Alltagsdeutsch. Also wir haben über Deutschland und deutsche, grammatische irgendwas geredet, aber auf Dänisch, also dieses Alltagsdeutsch, wir sind so Freunde und so, das fehlt mir und dann Deutschland.

I: Ja, was hast du in Dänemark studiert und wo?

A: Das war International Business Communitation mit Fokus auf Deutsch und Deutschland und die Unterschiede zwischen Dänemark und Deutschland.

I: Ah, d.h. du konntest schon in deinem Bachelorstudium Deutsch sprechen?

A: Ja.

I: Musstest du für Master jetzt irgendwie einen Nachweis erbringen, dass du eine Prüfung belegt hast oder?

A: Also man sollte, wenn man internationale Studenten sind ,muss man Deutsch und Englisch nachweisen.

I: Ah, Englisch auch.

A: Ja und also weil sehr viele meiner Prüfungen meines Bachelorstudiums auf Deutsch war und dann habe ich dann nachgewiesen, dass die war auf Deutsch, ich glaube, das war ungefähr 120 Punkte von diesen 100 an Bachelor und so, so das muss sich nicht noch nachweisen, anders halt also, aber erst muss ich dann ein Englischsprachtest nachweisen.

I: Und hast du das schon gemacht?

A: Nee, ich habe das hier Mitte November.

I: Okay.

A: Aber ich muss es, ich habe bis zum Ende ersten Semesters das fertig zu machen so. Ich bin froh, dass ich das nicht vor Aufnahme so machen musste.

I: D.h. es gibt einige Veranstaltungen, die bilingual oder die abwechseln mal auf Englisch, mal auf Deutsch sind? Oder warum muss man Englisch nachweisen oder gehört es einfach zum Studium dazu, Sprachen zu können?

A: Also es gehört... Man muss beides können, also Deutsch und Englisch, weil also viele der Veranstaltungen ist/sind auch auf Englisch, also es gibt englische Professoren, ich glaube einer ist von, eine ist Brite und eine ist von Amerika und dann gibt es auch Deutsche, die auf Englisch unterrichten, aber es gibt auch deutsche Kurse. So man muss beide kennen.

I: Ja, dann ist klar. Und mit deinem Deutsch kommst du wahrscheinlich sehr gut klar, oder? Im Studium jetzt?

A: Ja.

I: Ja? Gibt es noch Möglichkeiten, die Sprache zu erweitern?

A: Also ich glaube, es gibt diese Möglichkeit mit so Sprachunterricht bei der Universität oder so was, aber das mache ich eigentlich nicht, weil ich finde, dass ich kann schon Deutsch, aber ich weiß auch, dass ich, wenn ich spreche, ich mache Fehler, aber die Leute verstehen mich und das ist eigentlich das

I: Das, was zählt, ne?

A: Ja, genau, genau.

I: Okay. Ja, erzähl uns mal, wie bist du denn auf dein Fach gekommen? Wie entstand der Wunsch überhaupt International Management oder auch Kommunikation, die du studiert hast, zu studieren?

A: Also von Anfang an von Bachelor, da wusste ich nicht so, ob Deutsch, das war, was ich wollte, so dann bin ich eigentlich ein Jahr lang nach Deutschland gezogen und habe gearbeitet und dachte mir: „Hey, das ist eigentlich cool so in einem internationalen Unternehmen zu arbeiten mit Deutsch und dänische Mitarbeiter", und das war eigentlich ganz europäische Leute da (unv.) das ist cool.

I: Wo war das? Kannst du uns verraten?

A: Also so dieses Deutsch-Dänische Internationale Unternehmen und dann dachte ich mir: „Hey, ja, das werde ich dann gerne studieren und ich wollte einfach nicht nur Deutsch studieren, ich wollte nicht Deutschlehrerin, so deswegen diese International Communication. Deutsch.

I: Und was war das für ein Unternehmen?

A: Das war ein Babymarkt. Ja, die haben so eine dänische Abteilung, da habe ich gearbeitet.

I: Schön. Und wie kommst du auf die Uni Flensburg?

A: Also das ist in Flensburg, das ist eigentlich eher Zufall. Ich hatte so nebenher nach Fach geguckt und dachte mir eigentlich, ich will irgendwo in Norddeutschland.

I: Bisschen näher zu

A: Das ist nicht so weit weg von Dänemark und ich habe so am Anfang gedacht, Hamburg wäre cool, aber ich fand das gab nichts, dass so was ich interessant fand. Also es gab eine, aber das war 100 Prozent Englisch und ich wollte eigentlich nicht nur Deutschland ziehen und dann Englisch studieren. Ja, so, deswegen habe ich diese gefunden International Management Studies und dass du beides, Englisch und Deutsch, also wenn man Internationalität studiert, kann man nicht ohne Englisch, würde ich sagen, dann ja, habe ich diese gefunden und was mir am Anfang sehr interessant fand, war diese Möglichkeit, der Doppelabschluss mit der dänischen Universität in Sønderborg.

I: Ach so, es gibt eine Kooperation Flensburg-Sønderborg?

A: Ja, genau, also es besteht die Möglichkeit also zwei Master zur gleichen Zeit zu machen.

I: Und machst du das?

A: Also ein Master of Science in Dänemark und ein Master of Arts in Deutschland.

I: Und machst du das?

A: Nein, also leider nicht.

I: Aber machst du das später eventuell?

A: Eventuell ja. Es besteht immer nur die Möglichkeit, sich für den Doppelabschluss zum Anmelden, aber von Anfang an habe ich das nicht, weil ich muss immer noch ein paar Kurse in Bachelor nachholen. So ich würde sagen, das wäre vielleicht ein bisschen zu viel, weil wenn man den Doppelanschluss macht, dann muss man auch ein paar Extrakurse machen, weil, also es gibt zwei Studien, aber nur eine Master-Thesis schreiben.

I: Und muss man dann auch pendeln zwischen Sønderborg und Flensburg?

A: Ja, also ich glaube, das ist so, dass Montag, Mittwoch und Freitag ist in Flensburg und dann Dienstag und Donnerstag ist in Sønderborg, aber das gibt so einen Shuttlebus.

I: Spannend, was es alles gibt, ne?

A: Ja.

I: Okay. Und habe ich richtig verstanden? Du hast International Communication studiert, das wäre ja eher so Richtung Geisteswissenschaften und International Management ist für mich schon Naturwissenschaft Mathe, Statistik, Wirtschaft: Oder verstehe ich da was falsch? Ist das so?

A: Ja, das sind auch die Fächer, die ich nachholen muss. Das sind dann VWL und Statistik. Das ist, was ich nachholen muss, ja.

I: Und welche Schwerpunkte oder welche Teilbereiche oder Module gibt es noch im Studium?

A: Also allgemein im Studium?

I: Mhm (bejahend).

A: Also das gibt verschiedene Möglichkeiten, also man hat so verschiedene Spezialisierung, also man wählt verschiedene Spezialisierung und die ich gewählt habe, das ist diese Organizational Behavior and Human Resource Management und da gibt es viel mit Organizational Behavior, Gruppenorganisation und Analyse von Arbeitsmethoden.

I: Muss man sich schon im ersten Semester festlegen?

A: Nee, also man muss selber wählen, also man hat, man muss 50 Punkte in diesen Schlüssel... Schlüsselquali, Spezialisierung heißt es und 30 von denen muss in einem sein, also es gibt vier verschiedene und 30 muss in einem und die anderen20 kannst du dann selber wählen.

I: Und verteilen.

A: Genau.

I: Und welche Fächer oder konkret welche Veranstaltungen gibt es? Z.B. jetzt, welche machst du in diesem Semester?

A: Also ja in diesem dann Semester mache ich Ethics z.B. Das ist irgendwas mit Verantwortung und so, das ist auch Pflichtfach, dann muss man irgendwas mit Verantwortung und dann habe ich diese Ethics und dann habe ich Englisch, das muss man auch, denn man muss auch eine Sprachkompetenz, so das ist Englisch dieses Semester und dann auch, was ich schon gesagt habe, diese Organizational Behavior, Gruppenorganisation und Analyse von Arbeitsmethoden.

I: Und welche Veranstaltungstypen gibt es? Sind das eher Vorlesungen oder hast du nur Seminare oder Projektarbeiten?

A: Also ich habe auch einen Kurs von Bachelor, VWL1, das ist Vorlesung.

I: Okay.

A: Das ist so mit Mikroökonomie, aber die anderen das mehr so praxisnah, also wir Präsentationen von den Studierenden über verschiedene Themen und ja auch so, wie so eigentlich eine Organisation finden und irgendwelche Arbeitssysteme analysieren.

I: Aha, schon richtig in die Praxis.

A: Genau, das finde ich... Ich finde das ist ein bisschen so, es ist cool aber es ist auch schon ein bisschen so wir sind nur erstmal angefangen und jetzt müssen wir raus in Business World, aber das ist cool.

I: Ja, das ist wahrscheinlich, weil es Master ist, ne?

A: Ja, wahrscheinlich, ja.

I: Ja und arbeitet ihr in Gruppen?

A: Ja, also es gibt sehr viel Gruppenarbeit. Diese Präsentationen müssen auch in Gruppen vorbereitet und präsentiert, so das ist alles sehr viel Gruppenarbeit.

I: Und wie bist du als internationale Studierende klargekommen mit Gruppen oder gibt es viele internationale Studierende in dem Fach?

A: Ich glaube, es gibt also sehr viele Deutsche natürlich und dann auch Dänen, die Deutsch können und diese (unv. 11:32) mit Deutschland, Dänemark und so, aber das ist meistens Deutsche oder dann gibt es auch die Dänen, die in Sønderborg angemeldet sind und dann bei, hier in Flensburg kommen. Das ist so alle, viele sprechen dann Deutsch, natürlich und dann Englisch und es gibt auch ein paar, die Dänisch können, ja.

I: Und kommst du gut mit den Kommiliton:innen klar?

A: Ja, also, das ist, ich kenne nicht alle. Vielleicht gibt es mehr, die Dänisch können, aber ich habe ein paar kennengelernt und die sind sehr nett.

I: Und gibt es Unterstützung von der Fachschaft irgendwie so für die Erstis oder?

A: Also ich habe so ein Welcome Buddy, ja also sie hat mir geholfen mit allem, so mit Umzug und praktische Dinge und für Kurse anmelden und so.

I: Ach schön.

A: Ja und sie ist eigentlich im dritten Semester in diesem International Management Studies und sie kennt es eigentlich schon.

I: Ah, selbst Studierende.

A: Genau und wir treffen uns ab und zu auch immer noch so.

I: Und wie hast du sie kennengelernt?

A: Also das war so bei der Universität. Da könnte man sich anmelden, dass man dieses

I: Programm.

A: Welcome Buddy werden würde oder dass man eine haben möchte.

I: Schon bevor das Studium beginnt?

A: Ja.

I: Wunderbar. Du hast auch gesagt, dass es praxisorientiert und ihr musstet schon in die Praxis. Gibt es aber Pflichtpraktika?

A: Nein, also man hat die Möglichkeit ein Praktikum zu machen und dann kann man auch so in fünf Credit Points dafür bekommen, aber das muss man nicht.

I: Ist das dann in einem Unternehmen, ne?

A: Ja, also das ist irgendwas, da muss man dann vier Wochen da sein, Vollzeit oder acht Wochen Halbzeit. Aber das kann man auf jeden Fall machen, aber dann muss man das vorher mit den Professoren besprechen und sagen: „Hey, ich will das machen" und dann kann man diese fünf Credit Point bekommen. Und dann muss man ein kleineres Projekt nachher schreiben.

I: Okay, wie ist es jetzt schon? Du sagst „mit den Professoren besprechen": Gibt es schon Präsenzveranstaltungen?

A: Ja.

I: Ja? Schön.

A: Ja das finde ich total cool.

I: Diese Online... Gut, du hast wahrscheinlich... Oder? Hast du Onlinelehre mitbekommen jetzt letztes

A: Ich habe einen Kurs online, aber ich glaube das ist, weil der Professor ist nicht hier in Flensburg, ist jetzt irgendwo anders, aber dann hatten wir ein Wochenende so einen Blocktermin, dann kommen wir dann hier und dann sehen wir uns alle in Präsenz.

I: Ah ja. Ja, ich finde diese Möglichkeit, wenn man ab und zu so eine Veranstaltung anbietet, ist wunderbar, ne, dass die

A: Ja so ein... Ja, aber nicht alles.

I: Aber nicht alles, nee

A: Nee.

I: nicht alles.

A: Online ist, das ist, ich finde, das ist cool, dass man die Möglichkeit hat, aber man verliert auch diesen Kontakt zu den anderen Studenten.

I: Ja, ja. Weißt du, welche Prüfungen du dieses Semester machen musst?

A: Also viele von den Prüfungen ist eigentlich eine Präsentation für die anderen Studenten, also entweder ein Thema so und den anderen Studenten ein bisschen von diesem Thema erzählen, z.B. in diesem Organizational Behavior-Kurs, dann bin ich zusammen mit einem anderen und wir sollen den anderen etwas über Work Motivation erzählen und das zählt dann für die Prüfung.

I: Auch benotet?

A: Ja und dann auch in Englisch, dann müssen wir auch sowas an Prüfung präsentieren, aber das ist mehr Fokus auf diese Präsentationstechniken, ja, aber es gibt auch ein paar, was heißt das, Klausuren die VWL so.

I: Da, wo die Vorlesungen sind, gibt es immer Klausuren.

A: Genau, genau.

I: Und muss man auch bei diesen Präsentationen im Nachhinein was Schriftliches abgeben.

A: Nein, ich glaube, man muss so einen PowerPoint-Präsentation machen und dann vielleicht welche Übungen für die anderen Studenten vorbereiten und vielleicht ein oder zwei Seiten schriftlich einreichen. Das ist eigentlich alles.

I: Also d.h. Schreiben ist nicht so der Schwerpunkt, aber wahrscheinlich lesen oder was machst du so in

A: Ja, lesen und dann präsentieren, also Vorträge halten.

I: Also recherchieren.

A: Ja, recherchieren, genau, ja selber die Quellen, gute Quelle finden und so, ja.

I: Ja schön, du hast ja noch einiges vor dir, ne? Viel Erfolg dabei. Aber trotzdem, also trotz, dass du jetzt erst angefangen hast, hast du schon irgendwie eine Vorstellung, was du nachher machen möchtest?

A: Ich habe kein konkretes Berufsziel sozusagen, aber ich habe immer noch so eine Idee, also ich will gerne in einem Unternehmen arbeiten, wo es diese deutsch-dänische Handelsentwicklung, also sie kommunizieren miteinander so und wie man das so, dieses Verhältnis zwischen den verschiedenen beiden Unternehmen verstärken und so, aber kein konkretes Unternehmen oder Berufsziel oder Position, das habe ich noch nicht. (unv.) in Deutschland oder in Dänemark, keine Ahnung.

I: Oder an der Grenze, ne?

A: Ja.

I: Genau. Was kann man noch, wo kann man noch tätig werden, wenn man das Fach studiert? Also wahrscheinlich in jeder internationalen

A: Ja, also insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, das Studium, das ist diese, das man bekommt diese betriebswirtschaftliche Expertise und dann auch diese Fremdsprache und interkulturelle Kompetenz und man auch diese Methoden, wo man selber und Management und Sozialkompetenz, es gibt sehr viele Möglichkeiten.

I: Also man kann eigentlich sagen, dass es ein Wirtschaftsstudium, aber mit einer internationalen Ausrichtung, ne?

A: Genau, genau.

I: Ja, hast du zum Schluss vielleicht noch irgendwie einen Tipp für deine Nachfolger und Nachfolgerinnen oder ja, die das Fach

A: Ja, also ich würde sagen, dann mach es einfach. Also man lernt sich selbst auf andere Weise sehr gut kennen und man überschreitet definitiv sehr viele Grenzen, aber man wird auch sehr viel selbstständiger, also man muss alles selbst herausfinden, wie es geht und es ist ein neues Land und sowas, aber mach es einfach und dann, also nehmen Sie in verschiedenen Gruppenteil, also dass man nicht nur so allein sitzt und so einsam und sobald, ich wohne in einer WG in einem Studentenheim. So es gibt immer Leute, die ich fragen kann, wenn ich irgendwelche Frage habe und ich kann, ich bin nicht alleine, so, sodass auf jeden Fall mach es einfach und dann finden Gruppen, also es gibt auch internationale Gruppen hier, es gibt internationale Studenten hier auch in Flensburg so, ja, es gibt viele Möglichkeiten. So, mach es einfach.

I: Ja, das ist doch schön motivierend. Aber mir ist grad eine Frage eingefallen noch, weil du gesagt hast, viele Grenzen muss man irgendwie überschreiten, d.h. es gibt schon Unterschiede zu deinem Bachelorstudium?

A: Ja.

I: Was sind da so, vielleicht so kurz zusammengefasst?

A: Z.B. in Dänemark, also ich fand es auf jeden Fall schwer, dieses mit dem Stundenplan selber zu erstellen und die Kurse wählen, die man wollte und dann selber sichern, dass man alle diese richtigen Kurse belegen und was man alle diese Qualifikation oder so machen

I: Also in Dänemark ist es vorgegeben?

A: Also in Dänemark sagen sie: „Okay, dieses Semester soll ich, soll nur sie diese Kurse haben", es findet in diesen Zeitpunkt statt und dann einfach nur hingehen und dann alles so, also dann hat man die gleichen Studierenden, dann kennt man alle, weil es ist alle gleiche Studierende, nicht unterschiedlich. Ich finde das total cool. Es gibt sehr viel, ich kann sehen, warum das eine gute Idee ist, aber von Anfang an war es frustrierend.

I: Was mache ich jetzt, ne?

A: Aber hier ist es total cool, also das kann man selber wählen. Ich will Donnerstagnachmittag frei haben oder irgendwas, weil ich arbeiten muss. Das war das Problem bei uns in Dänemark. Wir könnten nicht selber wählen, wann der Kurs stattfindet. Wir müssen einfach nur da sein.

I: Und zu den Lehrformen, also wie so Veranstaltungen ablaufen: Hast du da einen Unterschied gemerkt?

A: Also nein, würde ich nichts sagen. Also wir hatten sowohl Vorlesungen und diese praktische Unterrichtsformen, wo wir einfach nur so mehr interagieren miteinander und was Praktisches, Grammatik z.B. so was, so nein, also, aber die Prüfungen, das wäre schon, da gäbe einen Unterschied, weil in Dänemark ist alles sehr digital, z.B. die schriftlichen Prüfungen, das ist ja, es ist anders von Klausuren, weil ja, man hatte alle Hilfsmittel mit und alles ist online und ja also ich vermeide gerne Klausuren.

I: Ja, ja. Und hier ist es dann noch in Präsenz wahrscheinlich und ohne Hilfsmittel, ne?

A: Genau.

I: Ja, dann trotzdem viel Erfolg!

A: Danke.

I: Schön, dass du da warst. Vielen lieben Dank und bis bald oder bis dann. Ciao.

A: Ciao.

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