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Folge 23 - Oumeima

Herkunftsland und Erstsprache: TunesienArabisch, Französisch

Studium in Deutschland: Bachelorstudium BWL10 Semester — Hochschule Darmstadt

Publikationsdatum: 18.11.2022Aufnahmedatum: 02.11.2021

Folgende Informationen wurden in der Folge erwähnt, hier finden Sie weiterführende Links dazu:

Transkript:

I: So, herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mein Studienstart in Deutschland. Und in der heutigen Folge geht es um den Studiengang Wirtschaftswissenschaften, also bekannt als Betriebswirtschaftslehre - BWL, und bei mir zu Gast ist Oumeima. Hallo Oumeima.

O: Hallo, danke für die Einladung.

I: Bitte, bitte, danke, dass du da bist. Wie geht es dir?

O: Ganz gut und wie geht es dir?

I: Ja, auch ganz gut. Das Wetter ist nicht so besonders gut heute, aber wir denken an die Sonne.

O: Ja.

I: Du kommst ursprünglich aus Tunesien.

O: Genau.

I: Und studierst seit 2017 an der Hochschule Darmstadt, ne?

O: Jawohl.

I: Und bist du jetzt auch in Darmstadt?

O: Ja genau, ich wohne auch in Darmstadt.

I: Okay, also du bist uns aus Darmstadt virtuell zugeschaltet und schon im Studienstress?

O: Ja, also das Semester hat jetzt schon begonnen.

I: Okay, in welchem Semester bist du gerade?

O: Also ich bin im zehnten Semester eingeschrieben, also bald fertig.

I: Kurz vor dem Abschluss, ne?

O: Genau.

I: Ja, ich stelle allen dieselbe Frage bzw. Aufgabe: Nenne bitte fünf Schlüsselworte, die dein Fach beschreiben.

O: Ja, also ich würde sagen wirtschaftlich, ökonomisch, Kosten, Gewinn, Ertrag, Rechnung.

I: Das waren schon sechs. Ja danke dir.

O: Gerne.

I: Wir fangen an, genau, wir gehen an den Anfang. Wir werten einen Blick zurück, wie dein Studium angefangen hat. Wie bist du überhaupt darauf gekommen, ja in Deutschland zu studieren?

O: Also mein Ziel war damals, im Ausland zu studieren, weil ich wollte unbedingt ein Auslandsstudium machen. Man kann in einem Auslandsstudium viel mehr lernen, als wenn man im eigenen Land studiert und das nicht nur auf der fachlichen Ebene, sondern auch auf der Persönlichkeitsentwicklungsebene und so weiter. Warum ich mich aber für Deutschland entschieden habe, ist, weil die Studienkosten in Deutschland erstens niedriger sind als in anderen Ländern und ein deutscher Abschluss ist auch weltweit anerkannt und natürlich ist auch das deutsche Bildungssystem, also das genießt einen guten Ruf überall auf der Welt und in Deutschland ist es nicht so, dass man in bestimmten Universitäten studieren muss, damit man weltweiten anerkannten Abschluss hat oder eine gute Studienqualität hat, sondern es herrscht allgemein eine hohe Qualität an fast allen Hochschulen.

I: Verstehe.

O: Ja, warum ich mich aber jetzt z.B. für Deutschland und nicht für Frankreich z.B. entschieden habe, obwohl ich Französisch

I: Französisch kannst, ne?

O: Ja, das ist auch für mich ´ne Muttersprache und die ausländischen Studenten in Deutschland haben viel mehr in Frankreich, haben viel mehr Vorteile als in Deutschland, z.B. die müssen dort keine Versicherungskosten zahlen oder die bekommen für Dings, für Meetingskosten (=Mietkosten?) zurückgezahlt und so weiter, aber ich würde mich, glaube ich, als Kopftuchträgerin in Deutschland, in Frankreich nicht so fühlen, wie in Deutschland. Also ich fühle mich in Deutschland wohl.

I: Okay.

O: Ja.

I: Und wie bist du vorgegangen? Also du hast schon in der Schule irgendwie daran gedacht: „Jetzt muss ich Deutsch lernen“ oder erst nach dem Abitur?

O: Also wir hatten in der Schule die Auswahl zwischen zwei Fremdsprachen, also zumindest in meiner Schule waren das Spanisch und Deutsch und ich habe mich für Deutsch entschieden. Aber es war mir noch nicht klar, ob ich in Deutschland studieren möchte, aber es war ein guter Zufall.

I: Und musstest du dann eine Sprachprüfung für das Studium ablegen?

O: Also damals musste man das nicht machen. Ich hatte aber das A2-Zertifikat gehabt, aber mittlerweile muss man das jetzt machen, die A2, ja.

I: D.h. mit A2 konntest du schon studieren?

O: Nee, also mit A2 bin ich dann nach, habe ich mein Visum beantragt und habe dann angefangen, die Sprache in Heidelberg zu lernen, nach fünf Monaten habe ich dann eine Prüfung geschrieben.

I: Okay, also du hast doch eine Prüfung gemacht, aber nicht im Heimatland, sondern direkt in Deutschland?

O: Ja, genau.

I: Und was war das für eine Prüfung?

O: Das war die DSH-Prüfung, d.h. Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang.

I: Genau.

O: Das habe ich an der Uni Mannheim gemacht damals, ja.

I: Ja, okay, an der Uni Mannheim, Heidelberg. Erzähl mal, wie bist du denn auf die Hochschule Darmstadt gekommen?

O: Das war jetzt wieder auch ein Zufall. Ich habe einfach jemanden im Flugzeug getroffen, der an der TU Darmstadt studiert. Wir haben uns ausgetauscht und sie hat mir erzählt, dass sie sich wohlfühlt hier in Darmstadt und deswegen habe ich mich hier auch beworben.

I: Aber an der TU Darmstadt hast du gesagt?

O: Ja, aber sie hat halt gesagt, sie hat auch von der Hochschule erzählt und allgemein von der Stadt Darmstadt.

I: Okay, weißt du, was die Unterschiede sind? So die Hauptunterschiede zwischen TU und der Hochschule?

O: Also die Hochschule ist mehr praxisorientiert, sage ich mal und die Studiengänge sind nicht auch gleich.

I: Und bist du zufrieden mit deiner Wahl?

O: Ja, absolut, sehr, sehr zufrieden.

I: Ja gut, ist noch eine Frage zu der anderen Wahl: Wie bist du denn auf das Fach Wirtschaftswissenschaften gekommen?

O: Ich habe davor... Ich habe mich für zwei andere Studienfächer entschieden. Ich habe mir... Also ich bin nach Deutschland gekommen, weil ich Education Management studieren wollte.

I: Education Management.

O: Ja und dann habe ich das... Ich bin irgendwie nicht draufgekommen. entweder habe ich schlecht recherchiert oder den Studiengang gibt es in Deutschland wirklich nicht und dann, weil, als ich das nicht gefunden habe, habe ich mich für Bildungswissenschaften und Economics entschieden, habe dann angefangen das zu studieren, aber es hat mir nicht gefallen.

I: Auch an der Hochschule Darmstadt?

O: Nee, das war in Heidelberg, direkt nach der Sprache. Ich bin dann nach Tunesien zurückgegangen.

I: Oh, sogar zurück!

O: Ja und dann dachte ich mir: „Ich gehe vielleicht nach Kanada oder so“, konnte ich aber nicht, also bin ich jetzt zurück nach Deutschland damals gekommen und habe angefangen Elektrotechnik zu studieren, weil ich Abitur

I: Okay, es wird interessant. #00:06:18-2#

O: Ja, weil ich Abitur mit Schwerpunkt Mathe und Physik gemacht habe und dachte mir: „Das ist der Studiengang, den ich absolut schnell schaffen kann“. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich in der Zukunft nicht in dem Bereich arbeiten möchte und habe dann zu BWL gewechselt und bin auch absolut zufrieden mit der Entscheidung.

I: Und war dieser Wechsel irgendwie kompliziert?

O: Nein, das war gar nicht kompliziert. Ich habe mich einfach beworben, wurde aufgenommen.

I: D.h. wie viele Semester hast du vor dem BWL studiert?

O: Also jetzt nicht studiert, aber ich war einmal ein Semester im Bildungswissenschaften eingeschrieben und zwei Semestern in Elektrotechnik, aber aus administrativen Gründen sozusagen.

I: Okay.

O: Ja.

I: Und würdest du im Nachhinein etwas anders machen?

O: Ja, also ich bereue es, dass ich nicht von Anfang an Wirtschaftsingenieurwesen oder Wirtschaftsinformatik studiert habe, weil das wäre die beste Kombination für mich.

I: Ja, aber wie soll man denn darauf kommen, ne?

O: Ja, das war, das war schwer am Anfang. Ich war nicht genug informiert sozusagen.

I: Okay, vielleicht hast du am Ende einen Tipp, wie man sich dann besser informieren soll, mal schauen.

O: Ja.

I: Ja und wie war das erste Semester oder die ersten Wochen im Studiengang BWL für dich?

O: Also ich habe das erste Semester fast gar nichts verstanden. Ich saß vier Stunden in der Vorlesung, ich habe nichts verstanden, deswegen habe ich das erste Semester nur Mathe geschrieben, weil das war das Einzige, was ich verstehen konnte.

I: Wie meinst du, woran lag das? An der Sprache?

O: Ja, das lag auf jeden Fall an der Sprache, aber danach habe ich gemerkt, dass auch Studenten, die hier geboren sind oder Deutsche sind halt, auch nicht alles verstehen konnten, weil es waren viele Fachwörter dabei und ein Studium zu starten ist auch nicht immer so üblich, sozusagen.

I: Nicht so leicht, ne?

O: Ja, man muss erstmal reinkommen, ja.

I: Und was hat dir geholfen da reinzukommen?

O: Dass ich trotzdem nicht aufgegeben habe und weiter immer die Vorlesungen besucht habe, weil irgendwann, man hört stundenlang die Vorlesung, irgendwann fängt man auch zu verstehen, Leute kennenzulernen, Gruppenarbeiten zu bilden und ja.

I: Okay und hast du irgendwie dein Deutsch noch verbessert in bestimmten Kursen oder?

O: Also ich habe jetzt keine Kurse gemacht, aber allein, dass man auf Deutsch studiert und auch mit Leuten auf Deutsch kommuniziert, hat mir sehr viel geholfen, mein Deutsch zu verbessern. Ich habe auch angefangen, alles auf Deutsch zu machen in meiner Freizeit: Filme, Musik, Freunde, ja, ich habe, ich habe mich dann am Anfang wirklich sehr darauf konzentriert.

I: Ja klar, ist auch eine Strategie, ne?

O: Ja.

I: Ja gut, dann vielleicht zu deinem Fach. Was macht denn dein Fach aus? Bis auf die Schlüsselworte haben wir ja noch nicht viel erfahren. Was sind die Module oder Teilbereiche des Studiums?

O: Also wir haben in unserem Studium sehr viel Mathe, also nicht nur Mathe als Fach, sondern in, man braucht Mathe in den verschiedenen anderen Fächern und wir haben Fächer wie Volkswirtschaft, Themen wie Rechnungswesen oder Management. Wir haben Recht auch, ja. Mein Lieblingsfach würde ich sagen, war Volkswirtschaft und auch Rechnungswesen, weil ich rechnen liebe und ja.

I: Ich kenne das noch von früher von meinen Freunden, die BWL oder ja Wirtschaft studiert haben, die haben irgendwie bis zum dritten Jahr so Grundlagen studiert und dann mussten sie so Schwerpunkte setzen. Ist das jetzt immer noch so?

O: Ja genau. Ich mache jetzt, ich bin jetzt auch am Ende und mache meine Vertiefung, ja, das sind dann sechs Fächer.

I: Welche sind das?

O: Ich mache jetzt Logistik und Controlling als Vertiefung.

I: Und steht das dann im Abschlusszeugnis?

O: Ja, genau.

I: Und, gut, dein Lieblingsbereich hast du ja schon gesagt und was fällt dir immer noch schwer?

O: Was mir schwerfällt, ich sage mal so, nicht in meinem Studium, weil ich schon gut angekommen bin, aber manchmal als ausländischer Student vermisst man die Familie und die Klausuren stehen dann bald an und kann nicht schnell fliegen oder wenn in der Klausurphase der Vermieter das Zimmer renovieren möchte, dann kann man nicht schnell zu den Eltern gehen. Ich bin, ich habe mich auch noch nicht, ich kann nicht sagen, dass ich jetzt immer mit dem Wetter befreundet bin. Es ist immer noch eine Schwierigkeit.

I: Ja, man kann mit Tunesien nicht vergleichen, ne?

O: Ja. Oder die Arbeit als ausländischer Student oder noch mit Kopftuch, es ist nicht so einfach, eine Arbeit zu finden. Es ist möglich, aber man hat halt weniger Chancen, sage ich mal so.

I: Also d.h. du arbeitest nebenbei?

O: Nee, ich würde gerne was machen, was mit meinem Studium zu tun hat als Werkstudent oder so.

I: Als Werkstudentin.

O: Ja, um Praxiserfahrung zu sammeln.

I: Okay, jetzt sind schon zwei Schlüsselworte gefallen oder ja, Klausur einmal hast du gesagt, wenn man Klausur schreibt und dann eben Werkstudent.

O: Ja.

I: Meine erste Frage ist zu den Studien- und Prüfungsleistungen. Was gibt es außer Klausuren noch?

O: Wir haben Hausarbeiten, wir haben Gruppenarbeiten in unserem Studium. Ja, das war´s glaube ich.

I: Was heißt denn Hausarbeit? Musst du da was schreiben, so richtig einen Text?

O: Ja genau, wir müssen einen Text schreiben, eine Hausarbeit und dann abgeben und das wird halt und dann müssen wir keine Klausur schreiben.

I: D.h. ein Thema selbstständig mit wissenschaftlichen Werken, Artikeln bearbeiten?

O: Genau, ja.

I: Ach so, okay, das kenne ich nur aus den geisteswissenschaftlichen Fächern. D.h. es gibt auch.

O: Oder wir müssen manchmal an einem Projekt arbeiten und die Hausarbeit über das Projekt halt schreiben.

I: Wie so eine Art Reflexion.

O: Ja, genau.

I: Okay. D.h. Scheiben und Lesen müsst ihr auch.

O: Ja, auf jeden Fall. Das verbessert man auch dank dem Studium.

I: Und gibt es dann Vorlesungen und du hast gesagt, man kann da entweder Klausur oder Hausarbeit schreiben: Gibt es auch Übungen und Seminare oder welche andere Formen gibt es?

O: Also wir haben Vorlesungen, die besuchen wir und am Ende des Semesters schreiben wir entweder eine Klausur oder geben wir in eine Hausarbeit ab, aber das ist jetzt nicht wie andere Studiengänge, wo sie wöchentlich Übungen haben oder Praktika machen müssen oder so, das ist bei uns

I: Habt ihr nicht?

O: Nee, haben wir nicht.

I: D.h. es gibt auch keine Pflichtpraktika?

O: Nee, haben wir auch nicht.

I: Und als Werkstudent ist es typisch zu arbeiten? Vielleicht erklärst du uns, was ist dann überhaupt Werkstudent oder -studentin?

O: Also es gibt halt Studenten, die neben dem Studium bis zu 20 Stunden in dem Bereich arbeiten, indem sie auch studieren. Ja, viele machen als BWLer, arbeiten in anderen Firmen im Bereich Rechnungswesen oder Marketing z.B. und das finde ich sehr praktisch, weil man lernt, weil unser Studium basiert sich sehr viel auf Theorie und man versteht das erst, wenn man das in der Praxis auch konkretisiert gesehen hat.

I: Genau, dann hat man gleich Kontakte geknüpft wahrscheinlich?

O: Auch, ja.

I: Etwas Geld verdient.

O: Absolut.

I: Ich habe auch gehört, dass viele dann ihre Bachelor- oder Masterarbeiten auch in diesem Unternehmen schreiben.

O: Genau, wir müssen auch am Ende des Studiums ein Abschlusspraktikum von acht Wochen machen und diejenigen, die dann eine Werkstudententätigkeit hatten, müssen, können das auch anerkennen als Praktikum, dann müssen wir das.

I: Also d.h. es gibt doch ein Praktikum?

O: Also Abschlusspraktikum, ja.

I: Okay, was heißt Abschlusspraktikum?

O: D.h. wenn man alle Fächer fast oder fast alle Fächer geschrieben hat, dann muss man ein Praktikum von mindestens acht Wochen machen in Vollzeit und erst dann darf man seine Bachelorthesis schreiben.

I: Ist dieses Praktikum bezahlt?

O: Meistens ja, also es hängt von dem Unternehmen ab, aber die meisten Unternehmen bezahlen, ja.

I: Das ist gut.

O: Einige nicht, aber ja.

I: Muss man selbst dann sich drum kümmern oder gibt es irgendwie eine Unterstützung von der Fachschaft, wie man auf dieses Praktikum kommt?

O: Also die meisten schaffen das alleine, bewerben sich auch überall. Es dauert eine Weile, bis man was gefunden hat. Aber wenn es wirklich nicht klappt, dann bekommt man die Unterstützung ja von der, von den verschiedenen Professoren oder von der Hochschule.

I: Okay und welche Art der Unterstützung gibt es noch an der Hochschule?

O: Also unsere Hochschule bietet z.B. eine Beratung. Wir haben auch ein Sekretariat, wo man all seine ganzen Fragen stellen kann.

I: Ja, klar.

O: Die Fachschaft z.B. bietet uns Räume zum Lernen, also verschiedene Sachen.

I: Also man wird nicht alleine gelassen.

O: Nee, nee.

I: Das ist schön.

O: Ja.

I: Ja, super, vielen Dank. Sag mal, hast du schon ein konkretes Berufsziel vor Augen? Oder was machst du nach dem Bachelor?

O: Also jetzt ganz konkret nicht, weil ich, um das zu haben muss ich erstmal Erfahrung sammeln, aber ich möchte gerne halt im Bereich Controlling und Projektmanagement arbeiten, am besten Richtung Nachhaltigkeit, mal gucken dann wie das klappt.

I: Und siehst du deine Zukunft dann hier in Deutschland?

O: Also ich finde es blöd, wenn man hier studiert hat und nicht arbeitet erstmal, weil das, man kann hier dann so am besten seine Erfahrung sammeln, aber ich wäre offen jetzt danach vielleicht meinen Master irgendwo anders zu machen oder so, vielleicht, aber ich möchte erstmal hier Erfahrungen sammeln.

I: Ja, ja klar, wenn du jetzt Englisch wahrscheinlich, ne?

O: Ja.

I: Deutsch, Französisch kannst, dann sind dir einige Türen offen.

O: Ja.

I: Ja, wir sind schon am Ende unserer Folge oder unseres Gesprächs. Ich bedanke mich für deine, ja Erfahrung, die du mit uns geteilt hast. Und hast du vielleicht zum Schluss noch nützliche Tipps oder Ratschläge, die du deinen Nachfolgern und Nachfolgerinnen geben würdest?

O: Also ich würde auf jeden Fall den ausländischen Studenten, die BWL studieren, raten, sich auf gar keinen Fall auf die Vorlesung zu verzichten, weil da kann man am besten seine Sprache verbessern und Kommilitonen vielleicht kennenlernen, Gruppenarbeiten bilden und halt auch schneller durch das Studium kommen.

I: D.h. es gibt welche, die darauf verzichten oder ist das erlaubt?

O: Ja oder wenn man halt, ja, wenn keine Präsenzpflicht besteht, dann und man versucht die am ersten Semester die Vorlesungen zu besuchen, man versteht nichts, dann verzichtet man darauf.

I: Und gibt es Möglichkeit, die Inhalte von dieser Vorlesung irgendwo online abzuhören?

O: Ja, manche versuchen selbstständig zu lernen mit den Folien, aber ich finde es besser, wenn man die Vorlesung besucht, weil irgendwann fängt man auch zu verstehen, was der Professor sagt, irgendwann.

I: Ja, okay. Noch irgendwelche Strategien, die du weitergeben würdest?

O: Also es fällt mir momentan nichts, aber ich, was ich mir jetzt wünschte vielleicht von meiner Hochschule in meinem Fachbereich, dass wir z.B. einen zweiten Termin, wo wir die Klausuren schreiben könnten im Semester, weil es gibt in anderen Studiengängen und bei uns nicht.

I: Also ein Wiederholungstermin?

O: Ja, also im selben Semester.

I: Ach so, erst im nächsten gibt es bei euch?

O: Ja, wir haben nur einen Termin pro Semester, immer.

I: Ah okay, d.h. wenn man nicht geschafft hat, aus welchen Gründen auch immer, muss man auch ein Semester warten.

O: Genau.

I: Ja, vielleicht hört ja eine oder einer der Verantwortlichen jetzt diese Folge und ja, mal schauen.

O: Das wäre schön, vor allem für die Nachfolger. Ich bin ja fast fertig, aber.

I: Ja, ja, dann wünsche ich dir alles Gute.

O: Danke.

I: Auch bei deinem Abschluss. Danke schön. Und ja, alles Gute, macht´s gut.

O: Danke, tschüss.

I: Tschüss.

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